Hallo,
Phi ist abhängig von Chi-Quadrat. Zur Interpretation von Chi-Quadrat benötigt man eine Chi-Quadrat-Tabelle.
Ich erstelle eine Vierfeldertabelle und weiß, dass man dafür den Koeffizienten Phi berechnen kann. Dieser basiert ja auf Chi-Quadrat. Daher meine Frage: Darf ich den Phi-Koeffizienten anwenden, ohne Chi-Quadrat zu beachten? Muss ich bei einer Vierfeldertabelle sogar Phi anwenden und machen anderen Koeffizienten hier keinen Sinn?
Bin dankbar für Tipps!
Kann ich Phi unabhängig von Chi-Quadrat benutzen?
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Hallo,
Phi ist ein Zusammenhangsmaß, dass genau wie Cramers V oder der Kontingenzkoeffizient auf Chi-Quadrat basiert. Du musst jedoch keinen gesonderten Chi-Quadrat Test rechnen, um Phi anwenden zu können, falls Du das meinst.
Phi wird dann angewendet, wenn es um den Zusammhang dichotomer Variablen geht (also eine Vierfeldertabelle bestehend aus zwei dichtomen Variablen). Wenn Du so eine Tabelle hast, solltest Du daher Phi nehmen. Die anderen Zusammenhangsmaße kannst Du dann vernachlässigen.
Phi ist ein Zusammenhangsmaß, dass genau wie Cramers V oder der Kontingenzkoeffizient auf Chi-Quadrat basiert. Du musst jedoch keinen gesonderten Chi-Quadrat Test rechnen, um Phi anwenden zu können, falls Du das meinst.
Phi wird dann angewendet, wenn es um den Zusammhang dichotomer Variablen geht (also eine Vierfeldertabelle bestehend aus zwei dichtomen Variablen). Wenn Du so eine Tabelle hast, solltest Du daher Phi nehmen. Die anderen Zusammenhangsmaße kannst Du dann vernachlässigen.
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Welche Schwierigkeiten meinst Du denn?
Wie gesagt, Phi basiert auf Chi-Quadrat, d.h. X2 steckt in der Formel für Phi bereits drin: Phi berechnet sich aus der Wurzel von (X2 durch N).
Der Wert für Phi hängt also direkt von Chi-Quadrat ab und kann daher nie wirklich "unabhängig" sein. Was ich meinte: Wenn Du ein Statistikprogramm nimmst, um Phi auszurechnen, brauchst Du nicht zusätzlich noch Qui-Quadrat ausrechnen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten (höchstens zur Illustration). Das Berechnen von Chi-Quadrat macht das Programm automatisch im Hintergrund für Dich.
Wenn Du Phi nun von Hand ausrechnest, musst Du natürlich zuerst einmal Qui-Quadrat ausrechnen.
Wenn also aus irgendeinem Grund die Berechnung von X2 Probleme macht, gelten diese Probleme höchstwahrscheinlich auch für Phi.
Wie gesagt, Phi basiert auf Chi-Quadrat, d.h. X2 steckt in der Formel für Phi bereits drin: Phi berechnet sich aus der Wurzel von (X2 durch N).
Der Wert für Phi hängt also direkt von Chi-Quadrat ab und kann daher nie wirklich "unabhängig" sein. Was ich meinte: Wenn Du ein Statistikprogramm nimmst, um Phi auszurechnen, brauchst Du nicht zusätzlich noch Qui-Quadrat ausrechnen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten (höchstens zur Illustration). Das Berechnen von Chi-Quadrat macht das Programm automatisch im Hintergrund für Dich.
Wenn Du Phi nun von Hand ausrechnest, musst Du natürlich zuerst einmal Qui-Quadrat ausrechnen.
Wenn also aus irgendeinem Grund die Berechnung von X2 Probleme macht, gelten diese Probleme höchstwahrscheinlich auch für Phi.
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dann gibt es wohl doch ein problem. ich rechne mit spss, die berechnung an sich ist also nicht die frage. aber chi-quadrat ist ja nicht so einfacher koeffizient. der gibt ja erstmal an, ob es überhaupt einen zusammenhang zwischen 2 variablen gibt und phi soll mir dann sagen, wie stark der zusammenhang ist. ich habe chi-quadrat aber nicht berechnet. um chi-quadrat zu interpretieren zu können, muss man ja auch so eine tabelle haben, weil es einen zusammenhang mit der fallzahl gibt. das soll ja wohl nicht so einfach sein wie mit lambda und so. daher war meine frage halt, ob ich einfach mal phi ausrechnen lassen kann und ob es dann sicher ist, dass es einen zusammenhang gibt oder ob ich mich doch vorher mit chi-quadrat beschäftigen sollte/muss.
so, ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt und freu mich, wenn du noch einen tipp hast.
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ok, jetzt hab ichs verstanden
Also wenn Du phi einfach so ausrechnest kannst Du auf jeden Fall eine Aussage über die Stärke des Zusammenhangs machen.
Für alle weiteren Aussagen, musst Du jedoch zusätzlich die zugrundeliegende Vierfelder-Tafel heranziehen. Das Problem ist, dass das Vorzeichen von phi immer abhängig von der Anordnung in der Variablen in der Tabelle ist. Und die ist ja prinzipiell beliebig. Um also auch eine Aussage über die Richtung des Zusammenhangs zu erhalten, musst Du phi anhand der zugrundeliegenden Tabelle interpretieren.
Hier ist ein ganz gutes Beispiel für so eine Interpretation:
Chi-Quadrat brauchst Du meines Wissens in keinem Fall. Chi-Qudrat liefert Dir ja genausowenig eine Aussage über die Zusammenhangsrichtung.
Die Tabelle brauchst Du aber wohl auf jeden Fall, da Du sonst ja nicht weisst, ob jetzt hohe Werte mit hohen Werten der anderen Variablen einhergehen oder genau umgekehrt.
Also wenn Du phi einfach so ausrechnest kannst Du auf jeden Fall eine Aussage über die Stärke des Zusammenhangs machen.
Für alle weiteren Aussagen, musst Du jedoch zusätzlich die zugrundeliegende Vierfelder-Tafel heranziehen. Das Problem ist, dass das Vorzeichen von phi immer abhängig von der Anordnung in der Variablen in der Tabelle ist. Und die ist ja prinzipiell beliebig. Um also auch eine Aussage über die Richtung des Zusammenhangs zu erhalten, musst Du phi anhand der zugrundeliegenden Tabelle interpretieren.
Hier ist ein ganz gutes Beispiel für so eine Interpretation:
Code: Alles auswählen
http://www.lernstats.de/web/php/texte.php?lang=de&sub=k_techniken?09_07
Die Tabelle brauchst Du aber wohl auf jeden Fall, da Du sonst ja nicht weisst, ob jetzt hohe Werte mit hohen Werten der anderen Variablen einhergehen oder genau umgekehrt.
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